Jako

Im Sommer 2020 erreichte uns ein Notruf. Eine ältere Dame war leider schwer erkrankt und musste ihr häusliches Umfeld verlassen. Zurück blieb der 12-jährige Rauhhaardackel Jako in der gemeinsamen Wohnung. Die Familie der Besitzerin kümmerte sich im Rahmen der Möglichkeiten liebevoll um ihn, eine Übernahme war ihnen jedoch leider nicht möglich, da sich der schon vorhandene Rüde der Familie nicht mit Jako verstand. Hinzu kam, das sein Frauchen die Vorstellung hatte, dass Jako auch in ihrer Abwesenheit weiter alleine in der Wohnung bleiben, dort leben und einfach zwischendurch versorgt werden sollte. So entschloss sich die Familie dazu, uns um Hilfe zu bitten.

Nach dem ersten Besuch bei Jako war klar, dass ihm sofort geholfen werden musste. Der kleine Mann konnte zügig in eine unserer Pflegestellen umziehen, doch leider war schon in der ersten Nacht nach seinem Einzug ein notfallmäßiger Besuch in der Tierklinik nötig. Es ging Jako gar nicht gut, offensichtlich quälten ihn sehr starke Schmerzen, er hatte Fieber und fraß und trank nicht. Der Tierarzt stellte eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, schlechte Leberwerte, eine bestehende Herzerkrankung und einen allgemein schlechten Gesundheitszustand fest.

Dank guter medizinischer Betreuung, angepasster Ernährung und der Liebe und Fürsorge seiner Pflegestelle erholte sich Jako nach und nach und entwickelte sich immer mehr zu einem neugierigen, munteren und sehr anhänglichen Dackel. Selbst der rassetypische Dickkopf kam wieder zum Vorschein. Jako fuhr in Bus und Bahn mit, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Der kleine Opa liebt es bis heute, mit seinem Pflegefrauchen im Fahrradkorb seine Runden zu drehen. Er lernt eifrig und gerne alle neuen Dinge, die ihm begegnen.

Wir waren alle glücklich, als es ihm so viel besser ging und er wieder richtig Lebensfreude zeigte. Einige Wochen später kam jedoch leider schon ein Rückschlag: Jako ging es plötzlich wieder sehr schlecht. Erneut musste er als Notfallpatient zum Tierarzt. Jako wurde untersucht, bekam Infusionen, es wurde Blut entnommen und dann hieß es erstmal warten. Der kleine Dackelmann lag die ganze Zeit über tapfer im Arm seines Pflegefrauchens. Dann kam die Diagnose: Neben den schon bekannten medizinischen “Baustellen” leidet Jako an einer chronischen Pankreatitis. Seine Bauchspeicheldrüse muss mit ständig wiederkehrenden teils lebensbedrohlichen Entzündungen kämpfen. Infolgedessen ist diese mit der Zeit auch immer schlechter dazu in der Lage, ihre Aufgaben im Körper zu erfüllen und z.B. Verdauungsenzyme für den Fettstoffwechsel oder wichtige Hormone wie das lebensnotwendige Insulin herzustellen. Jako wird also für den Rest seines Lebens eine spezielle Diät und ganz besondere Fürsorge benötigen.

Wir beschlossen daher, dass Jako als Dauerpflegehund bei seinem Pflegefrauchen bleiben darf. Die Beiden sind ein tolles, eingespieltes Team und hier fühlt er sich sicher und wohl. Leider kommen die Pankreatitis-Schübe mittlerweile in kürzeren Abständen, aber davon lässt sich der kleine Dackel-Opa bisher nicht kleinkriegen. Jako ist ein Kämpfer und zeigt uns deutlich, dass er hier noch nicht fertig ist und auch weiterhin zusammen mit seinem Pflegefrauchen Fahrradrunden um den Block drehen will. Solange werden wir die Beiden mit all unseren Kräften dabei unterstützen.

Da durch die Versorgung unserer Dauerpflegehunde ständig und vor Allem langfristig hohe Kosten für die medizinische Versorgung, Medikamente, Spezialfutter usw. anfallen, freuen wir uns ganz besonders über jeden Cent, mit dem Sie unsere besonderen Dauer-„Notfelle“ unterstützen und uns so dabei helfen, sie dauerhaft optimal zu versorgen.

Wenn Sie an einer längerfristigen (Futter-) Patenschaft oder regelmäßigen Spenden für Jako interessiert sind, melden Sie sich gerne direkt bei uns per Telefon unter 0521 – 40601 oder per Email an kontakt (at) hundenothilfe-owl.de um gemeinsam alles Weitere persönlich zu besprechen. Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich eine Spendenquittung aus.