Anton

Name
Anton
Rasse
Jack Russel Terrier
Geboren
August 2013
Größe
ca. 30 cm Schulterhöhe
Geschlecht
Rüde

Update 22.03.2021:

Nun ist Anton bereits drei Monate in seiner Pflegestelle und hat sich zu einem richtig tollen Begleiter entwickelt. Seinen bekannten Menschen vertraut er voll und ganz. Anton ist im Zusammenleben ein freundlicher, fröhlicher Kerl, er verhält sich in der Wohnung angenehm ruhig und tobt draußen gerne im Garten mit seinem Tennisball! Jawohl – das geht mittlerweile tatsächlich sehr gut! 🙂 Anton liebt seinen Ball “Wilson”. Er apportiert ihn sehr sauber und sieht mittlerweile – ganz ohne Diskussionen – ein, dass mit Wilson ausschließlich im Garten gespielt wird.

Ansonsten liebt Anton lange Spaziergänge mit ausgiebigen Schnüffelpausen, dabei läuft er immer an einer normalen Führleine. Seine “Zergel-Sucht” ist in der Vergangenheit leider – vermutlich über Jahre – so gefestigt worden, dass lange / seil- oder zergel-ähnliche Gegenstände in seiner Nähe manchmal unvermittelt den Zerr-Reflex auslösen können. Neben Gartenschlauch und Knotenseil kann dies z.B. auch bei Schleppleine und Rollleine passieren, daher wird er bei uns ausschließlich an normaler Leine geführt und hat damit keinerlei Probleme. Seine ersten Ausflüge am Fahrrad hat er prima gemeistert.

Im Zusammenleben mit Anton wird es vermutlich immer ein paar Regeln und mögliche Auslöser geben, die man beachten muss. Z.B. lässt er sich auch weiterhin nicht an den Pfoten anfassen oder mit einem Handtuch abtrocknen. In seiner Pflegestelle wird weiter mit Anton im Alltag an diesen Dingen trainiert. Dabei hilft der Maulkorb, den Anton sich ohne Weiteres anziehen lässt.

Wenn man Anton kennt und lesen kann, lässt es sich mit diesem kleinen, schlauen und echt witzigen Terrier-Mann wirklich richtig gut zusammenleben.


Update 23.01.2021:

Terrier-Rüde Anton hat sich in den knapp vier Wochen, in denen er jetzt in seiner Pflegestelle lebt, bisher schon prima entwickelt. Nachdem er zu Anfang absolut gar nicht angefasst, in keiner Weise berührt oder nach seinem Empfinden eingeschränkt werden wollte, kommt er mittlerweile tatsächlich gerne zum Knuddeln und Kraulen zu seinem Pflegefrauchen. Gestreichelt werden ist zu seinen Bedingungen mittlerweile also schon mal ganz in Ordnung. 😉

Das Treppensteigen war dem ansonsten eher mutigen Kerl in seiner Pflegestelle anfangs nicht geheuer, auch dies klappt jetzt schon deutlich entspannter. Dank des Maulkorbtrainings – das Anton weiter routiniert mitmacht – hat er inzwischen seinen ersten Tierarztbesuch erfolgreich hinter sich gebracht. Laut unserem Tierarzt ist Anton topfit und da er insgesamt sehr sportlich ist, steht nun auch dem Versuch ihn mal am Fahrrad mitzunehmen, erst mal nichts im Wege. Anton lässt sich mittlerweile gut an der Leine führen – wo er vor vier Wochen noch wie ein Torpedo losgestürmt ist, läuft er mittlerweile prima mit.


Jack Russel – Rüde Anton kam nach dem Tod seines Besitzers über Umwege und einige Zwischenstationen zu uns. Auch vor dem Verlust seines Herrchens scheint er ein sehr “bewegtes” Leben an vielerlei Orten geführt zu haben.

Anton ist ein pfiffiger und überaus sportlicher Hund, ihm ist kein Spazierweg zu lang und kein Wetter zu schlecht. Er läuft und läuft und läuft und hat dabei eigentlich immer gute Laune. Außerdem ist er ein kluges Köpfchen. Denksportaufgaben erledigt er selbstbewusst und zielstrebig in kürzester Zeit. Wenn man mag , macht er sich gerne auch im Home Office nützlich und hilft zuverlässig beim Aktenschreddern und der Altkartonzerkleinerung. 🙂

Leider hat der kleine Terrier-Rüde Schwierigkeiten damit Frust auszuhalten und zu verarbeiten. In Bezug auf Spielzeug (Zerrseile, Bälle, quietschende Spielzeuge usw.) zeigt er ein Verhalten, bei dem man durchaus schon von Suchtverhalten sprechen kann. Wenn sich Anton eine Möglichkeit zum Zerrspiel bietet, kann er nicht mehr damit aufhören. Genau wie bei den bekannteren “Balljunkies” verliert er die Kontrolle, gerät außer sich und kann dann in seinem Tunnelblick auf das Zergel-Objekt nur schwer Dinge wahrnehmen, die sich um ihn herum befinden. Hier hilft tatsächlich nur ein “kalter Entzug” und das Angebot von alternativen, ruhigeren Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. Tricks lernen, Nasenarbeit usw.). Wird Anton die Möglichkeit zum Zergeln entzogen, lässt er sich mittlerweile auf Blickkontakt zu seinem Menschen ein und ist ansprechbar und trainierbar.

Anton ist kein “Kuschelhund” und wird nicht gerne angefasst. Berührungen jeder Art lässt er nur zu seinen Bedingungen zu und hat leider in der Vergangenheit gelernt, dass man Menschen am effektivsten fernhält, wenn man dafür die Zähne einsetzt. Es gibt aber auch Gelegenheiten, in denen er von sich aus zu seiner Bezugsperson kommt und gestreichelt werden möchte. Deshalb wird in der Pflegestelle nicht nur fleißig das Maulkorbtragen geübt sondern auch darüber hinaus mit Anton trainiert. In ihm steckt eine Menge Potential und er ist mit großer Motivation dabei, neue Dinge zu lernen. Beste Vorrausetzungen für Menschen, die Spaß daran haben, das begonnene Training mit ihm weiterzuführen.

In seiner Pflegestelle lebt der Terrier-Rüde friedlich und geregelt zusammen mit mehreren Hunden beiderlei Geschlechts. Auch auf Hunderunden ist er an Artgenossen freundlich interessiert und aufgeschlossen. Er fährt ruhig im Auto mit, ist in seiner Pflegefamilie stubenrein und bleibt dort für kurze Zeit problemlos alleine.

Für den kleinen Mann suchen wir ein kinderloses, hundeerfahrenes Zuhause bei Menschen, die erkennen was für ein Charakterhund unser Anton ist und was aus ihm noch werden kann, wenn man ihm Zeit, Liebe und Verlässlichkeit schenkt.