Tell

Der 14-jährige Rüde Tell kam zu uns, da sein Herrchen leider so schwer erkrankt ist, dass er sich nicht mehr kümmern kann. Tell ist eine Mischung aus Dackel und deutscher Bracke.

Hundesenior Tell wickelt in Windeseile Alle mit seinem Charme um den Finger. Der süße Rüde kann richtig gesprächig sein, führt mit einer Vielzahl von Geräuschen manchmal richtige Unterhaltungen mit seinem Menschen und bringt damit jeden Umstehenden zum Lachen.

Rassebedingt ist Tell jagdlich motiviert, dies ist jedoch nicht all zu stark ausgeprägt. Aufgrund seines Alters kann er allerdings nicht mehr gut hören und kann daher in Kombination mit dem Jagdtrieb nicht vollständig abgeleint werden. Tell kann leider nach einem traumatischen Ereignis in der Vergangenheit nicht mehr gut alleine bleiben, er ruft lange und ausgiebig hinter seinem Menschen her. Die Pflegestelle arbeitet intensiv an diesem Problem, bisher jedoch leider mit mäßigem Erfolg. Tells Angst vor dem Verlassen werden ist zu groß. . Tell liebt die Gesellschaft anderer Hunde, sowohl im Haus als auch beim Spaziergang. Besonders Hündinnen haben es ihm angetan.

Trotz eines altersbedingt vergrößerten Herzens (das gut auf Tabletten eingestellt ist) und einem großen, aber harmlosen Lipom ist er noch fit für sein Alter und läuft noch richtig gerne durch Wald und Wiese, genießt aber auch ruhige Kuschelphasen mit Herrchen oder Frauchen. Er ist mit Begeisterung bei Such-Spielen dabei, apportiert gerne seinen Ball und liebt Zergeln mit dem Knotenseil. 

Update 14.11.2018:

Tell ist heute gestorben.

Tells Zustand hat sich leider in den letzten Tagen rasant verschlechtert. Das Ergebnis des gestrigen Herzultraschalls war niederschmetternd. Er war nun im Herzversagen, also an dem Punkt, an dem sein Herz die Erkrankung nicht mehr kompensieren kann. Nahezu jede Klappe seines Herzens war nun insuffizient, er hatte einen Venenstau vor der Lunge und die Durchblutung seines Körpers funktionierte zeitweise nicht mehr richtig.

Tell hatte bislang in seinem Alltag noch jede Menge Spaß daran, mit seinen Hundekollegen im Wald unterwegs zu sein und dabei über die Wiesen zu springen. Auch wenn er aufgrund seines Alters und Herzens immer mal wieder Pausen dabei einlegen musste. Und schien auch so das Leben gerade in vollen Zügen zu genießen. Daher stand für uns gestern nun eigentlich fest, dass auch Tell als Dauerpflegehund bei uns bleibt und seine letzten Tage und Monate stressfrei und so erfüllt und glücklich wie möglich in seiner Pflegestelle verbringen darf. Solange dies mit den neu angepassten Medikamenten leidfrei möglich sein sollte und solange er noch Lebensqualität hat. Und dann würden wir neu entscheiden und ihn natürlich gehen lassen müssen.

Tell hat uns heute diese Entscheidung jedoch abgenommen. In der Nacht ging es ihm nochmals schlechter, er musste erbrechen, konnte weder trinken noch fressen, eine Gabe der lebensnotwendigen Medikamente war nahezu nicht möglich und er wurde zusehends schwächer von Minute zu Minute. Nach Einschätzung der Lage und nach Rücksprache mit seiner Tierärztin mussten wir ihn heute in der Frühe gehen lassen.  Tell ist ganz friedlich und geborgen in seiner Lieblingsdecke eingeschlafen. 

Wir danken Tells Pflegefamilie herzlich dafür, dass sie bis zur letzten Minute für ihn da waren!

Komm gut rüber und mach´s gut, kleiner alter Mann! Wir haben die „Gespräche“ mit dir sehr genossen, uns zusammen mit Dir gefreut wenn du wie ein junger Gott über die Wiesen gehüpft bist und es war schön zu sehen, wie sehr du noch mal aufgeblüht bist auf deine alten Tage. Es war uns eine große Ehre dich kennengelernt zu haben!